Porcupine Tree und München, das ist eine Story der beständig größer werden Veranstaltungsorte. Nach New Backstage (2003) und Elser-Halle (2005) nun auf der kurzen Arriving Somewhere... Tour zum Erscheinen der ersten Live-DVD der Band also die Muffathalle.
Diesmal wagen die Mannen um den blendend aufgelegten und ungewöhnlich gesprächigen Steven Wilson ein Experiment und hauen dem Publikum gleich mal 50 Minuten bisher unveröffentliches Material (insgesamt 6 Tracks) um die Ohren, das live wohl noch etwas ausgefeilt werden soll, bevor es im Anschluss an die Tour ins Studio geht (das neue Album soll im April 2007 erscheinen). Das Experiment gelingt, die Band wird vom ersten Song an abgefeiert, die neuen Tracks zurecht begeistert aufgenommen, sind sie doch wirklich (sorry for fan-speak ;) ) sagenhaft gut, insbesondere der extralange Track 3 (etwa 17 Minuten) sticht mit seinem unwiderstehlichen Groove und dem sehr "catchy" Refrain hervor. Mit das komplexeste Material, das sie bisher angegangen sind. Hervorzuheben auch Track 6, atmosphärisch kaum zu überbieten, der hohe electronica-Anteil überzeugt. Tool meets düsterste Depeche Mode und Massive Attack. Track 1 hatte ein ziemlich crimsoides Gitarrenintro (an The ConstruKction Of Light gemahnend), und in einem Song (dem 3.?) gabs ein sehr an Phil Collins erinnerndes Drum-Pattern (I don´t care anymore ähnlich - Leute damals war er noch ein verdammt genialer Drummer!). Die neuen Stücke versprechen schon nach dem ersten Eindruck, dass das kommende Album die Vorgänger nochmals wird toppen können. Die Metal-Riffings wirken stimmiger eingebaut als bisher und die zwei kürzeren Balladen (mit Wilson am Keyboard) sprühen vor düsterem Charme.
Im zweiten Set, der die "Hits" der beiden letzten Alben In Absentia (2002) und Deadwing (2005), sowie das wunderschöne Buying New Soul vom B-Seiten-Album Recordings (2001) aufbot, war dann The Start Of Something Beautiful herausragend und einfach nur zum Abheben. Ein, man verzeihe mir die Begeisterung, unglaublich geniales Stück, atmosphärisch unterstützt von einer ebensolchen Videoprojektion. Die potentiellen Welthits Trains und Blackest Eyes durften natürlich nicht fehlen.
Man kann sich schon jetzt auf die nächste Tour im Frühjahr 07 freuen. Steven Wilson Aficionados können außerdem mit einer kurzen Blackfield-Tour (Projekt Wilsons mit Aviv Geffen) im Jänner oder Februar rechnen.
Setlist (Von den 6 neuen Songs des ersten Sets sind noch keine Titel bekannt geworden [edit: Titel eingefügt]):
1 [Fear Of A Blank Planet]
2 [My Ashes]
3 [Anesthetize]
4 [Sentimental]
5 [Cheating The Polygraph]
6 [Sleep Together]
______
Open Car
The Sound Of Muzak
Buying New Soul
Arriving Somewhere But Not Here
.3
The Start Of Something Beautiful
Trains
_______
Halo
Blackest Eyes
Mittwoch, 27. September 2006
Montag, 19. Juni 2006
Tool, Opeth u.a. @ Nova Rock, Nickelsdorf, 17.06.06
Vorweg sei jedem abgeraten in Zukunft dieses Festival im hintersten Burgenland zu besuchen. Eine staubige Sandwüste, Boden - unbestätigten Gerüchten zufolge - mit Klärschlamm befestigt, daher unglaublicher Gestank, nicht auszudenken, wies erst bei Regen ausgesehen hätte. Verkehrsanbindung unzureichend. Ein Sicherheitsrisiko war zudem, dass der Zugang in den vorderen Wavebreaker-Bereich nicht reglementiert wurde, das war überfüllt, wie ichs noch nicht erlebt habe. Gott sei Dank hab ich mir nur eine Tageskarte besorgt.
Opeth spielten ab 16:00 auf der Hauptbühne und hatten etwa 45 Minuten. Wenig Publikum, sehr angenehm. Sie spielten 4 Songs, darunter Deliverance und The Leper Affinity. Perfekt gespielt, akzeptabler Sound. Interessant, dass sie die große Bühne nicht ausnützten und nah beisammen standen wie auf einer kleinen Clubbühne. Mikael Akerfeldt ist zwar noch immer nicht der große Kommunikator, aber etwas besser als auf der Lamentations dvd läuft das schon.
Tool kamen um 21:45 dran und hatten knapp 75 Minuten, da Guns N Roses Headliner an dem Tag waren. Daher gabs im Vergleich zum RiP Auftritt kein Rosetta Stoned zu hören.
Setlist:
Stinkfist
The Pot
Forty Six & Two
Jambi
Schism
Sober
Lateralus
Vicarious
Ænema
Da im Park nur 1 Videoscreen funktionierte, hab ich nun endlich die ganze visuelle Show mitbekommen: beeindruckend. Tool-Konzerte sind ein Gesamtkunstwerk. Insbesondere Lateralus verfehlt die hypnotisierende Wirkung nicht. Die schnell gespielte Bridge in Schism tut dem Song sehr gut.
Tool sind in Österreich noch immer ein ziemlicher Geheimtipp, obwohl sie mit 10.000 Days auf Platz 1 in die Charts eingestiegen sind und sich 3 oder 4 Wochen in den Top 10 gehalten haben. Aber dafür genügen heutzutage ja schon wenige tausend verkaufte CDs. Daher waren die meisten Leute vor der Bühne in Erwartung von GNR nach vorne gedrängt was gegen Ende des Tool Sets ziemlich unerträglich wurde. Ohne Zugangsbeschränkung verliert ein Wavebreaker vor der Bühne seinen Sinn. Dickes Minus für Veranstalter & Security. MJK kündigte an, dass sie im November wieder kommen werden, freue mich, Tool dann endlich in einem nicht-Festival-Umfeld geniessen zu können.
Weiters gabs an diesem Tag Apocalyptica, deren beste Momente nach wie vor die Metallica-Cover sind, ihr eigenes Material kam sehr eintönig daher. Oomph! fand ich ganz witzig, aber die von ihnen beeinflussten Rammstein sind besser. Direkt vor Tool musste ich die Bloodhound Gang ertragen, die beim sehr jungen Publikum toll angekommen sind. Kommerz-Festival-Besucher-Niveau eben.
Auf Guns N´Roses hatte ich mich aus nostalgischen Gründen sehr gefreut, waren sie doch Anfang der 90er eine echte Lieblingsband von mir. Axl Rose ist stimmlich nicht in allerbester Verfassung, aber die Songs von Appetite... kommen immer noch gut. Die neuen Songs zünden nicht wirklich, mit einer Ausnahme (ich glaube "Better"). Sehr negativ waren lange Pausen zwischen den Songs und die vielen Gitarrensoli in den Umziehpausen für Herrn Rose, auch wenn mit Robin Finck und vor allem Ron "Bumblefoot" Thal jetzt bessere Gitarristen zur Band gehören als in der klassischen Besetzung.
Opeth spielten ab 16:00 auf der Hauptbühne und hatten etwa 45 Minuten. Wenig Publikum, sehr angenehm. Sie spielten 4 Songs, darunter Deliverance und The Leper Affinity. Perfekt gespielt, akzeptabler Sound. Interessant, dass sie die große Bühne nicht ausnützten und nah beisammen standen wie auf einer kleinen Clubbühne. Mikael Akerfeldt ist zwar noch immer nicht der große Kommunikator, aber etwas besser als auf der Lamentations dvd läuft das schon.
Tool kamen um 21:45 dran und hatten knapp 75 Minuten, da Guns N Roses Headliner an dem Tag waren. Daher gabs im Vergleich zum RiP Auftritt kein Rosetta Stoned zu hören.
Setlist:
Stinkfist
The Pot
Forty Six & Two
Jambi
Schism
Sober
Lateralus
Vicarious
Ænema
Da im Park nur 1 Videoscreen funktionierte, hab ich nun endlich die ganze visuelle Show mitbekommen: beeindruckend. Tool-Konzerte sind ein Gesamtkunstwerk. Insbesondere Lateralus verfehlt die hypnotisierende Wirkung nicht. Die schnell gespielte Bridge in Schism tut dem Song sehr gut.
Tool sind in Österreich noch immer ein ziemlicher Geheimtipp, obwohl sie mit 10.000 Days auf Platz 1 in die Charts eingestiegen sind und sich 3 oder 4 Wochen in den Top 10 gehalten haben. Aber dafür genügen heutzutage ja schon wenige tausend verkaufte CDs. Daher waren die meisten Leute vor der Bühne in Erwartung von GNR nach vorne gedrängt was gegen Ende des Tool Sets ziemlich unerträglich wurde. Ohne Zugangsbeschränkung verliert ein Wavebreaker vor der Bühne seinen Sinn. Dickes Minus für Veranstalter & Security. MJK kündigte an, dass sie im November wieder kommen werden, freue mich, Tool dann endlich in einem nicht-Festival-Umfeld geniessen zu können.
Weiters gabs an diesem Tag Apocalyptica, deren beste Momente nach wie vor die Metallica-Cover sind, ihr eigenes Material kam sehr eintönig daher. Oomph! fand ich ganz witzig, aber die von ihnen beeinflussten Rammstein sind besser. Direkt vor Tool musste ich die Bloodhound Gang ertragen, die beim sehr jungen Publikum toll angekommen sind. Kommerz-Festival-Besucher-Niveau eben.
Auf Guns N´Roses hatte ich mich aus nostalgischen Gründen sehr gefreut, waren sie doch Anfang der 90er eine echte Lieblingsband von mir. Axl Rose ist stimmlich nicht in allerbester Verfassung, aber die Songs von Appetite... kommen immer noch gut. Die neuen Songs zünden nicht wirklich, mit einer Ausnahme (ich glaube "Better"). Sehr negativ waren lange Pausen zwischen den Songs und die vielen Gitarrensoli in den Umziehpausen für Herrn Rose, auch wenn mit Robin Finck und vor allem Ron "Bumblefoot" Thal jetzt bessere Gitarristen zur Band gehören als in der klassischen Besetzung.
Labels:
Art-Rock,
Konzert-Review,
Prog-Metal,
Tool
Sonntag, 15. Januar 2006
Top Alben 2005
Die letzte Sendung des Jahres, dient, wenig originell, normalerweise auch bei Garden Of Dreams dem Rückblick auf die Highlights des Jahres.
Da die Sendung im Dezember wegen unvorhersehbarer Umstände entfallen musste, gab es diesmal keine Jahresrückblickssendung. Die Top-Alben 2005 aus meiner Sicht möchte ich Euch trotzdem nicht vorenthalten:
1) Porcupine Tree - Deadwing
2) Opeth – Ghost Reveries
3) Oceansize – Everyone Into Position
4) Indukti – S.U.S.A.R.
5) Amplifier – s/t
6) Riverside – Second Life Syndrome
7) Van Der Graaf Generator - Present
8) RPWL – Start The Fire
9) Coldplay – X&Y
10) Adrian Belew – Side Two
Da die Sendung im Dezember wegen unvorhersehbarer Umstände entfallen musste, gab es diesmal keine Jahresrückblickssendung. Die Top-Alben 2005 aus meiner Sicht möchte ich Euch trotzdem nicht vorenthalten:
1) Porcupine Tree - Deadwing
2) Opeth – Ghost Reveries
3) Oceansize – Everyone Into Position
4) Indukti – S.U.S.A.R.
5) Amplifier – s/t
6) Riverside – Second Life Syndrome
7) Van Der Graaf Generator - Present
8) RPWL – Start The Fire
9) Coldplay – X&Y
10) Adrian Belew – Side Two
Dienstag, 3. Januar 2006
Tuner - Totem
Pat Mastelotto und Markus Reuter sind am besten bekannt durch ihre Arbeit mit King Crimson bzw. Centrozoon. Als „Tuner“ veröffentlichten sie 2005 ihr erstes gemeinsames Album, totem. Die Zusammenarbeit der beiden Musiker entwickelte sich über einen längeren Zeitraum, in dem sie gegenseitig musikalische Ideen per e-mail austauschten, ehe sie sich im März 05 für 10 Tage in Mastelottos Studio einsperrten und drauflosimprovisierten. Das Album steht klar in der Tradition der King Crimson – ProjeKcts, insbesondere P3, das wie totem durch Mastelottos cut & paste Arbeit im Studio geprägt war. Ähnlich Mastelottos Projekt mit Trey Gunn, TU, bietet das Album touch-guitar-soundscapes (hier von Reuter), unterlegt von starker Rhythmusarbeit Mastelottos der zu den elektronischen auch die akustischen Drums ausgepackt hat und teilweise wunderbar drauflosholzt. Immer wieder bricht es auch aus Reuter heraus und die Soundscapes verwandeln sich in Noise-Gewitter gepaart mit auf- und absteigenden Akkord-Abfolgen. Teilweise funkig-tanzbar, setzt es konterkarierend breaks und Rhythmuswechsel. Electronica meets Rock meets Avantgarde. Totem entzieht sich eigentlich jedweder Kategorisierung und ist eine Platte, die sich richtig lohnt.
Erhältlich über Burningshed.
Erhältlich über Burningshed.
Sonntag, 20. November 2005
Sigur Rós – 6.11.2005 – Palladium, Köln
Verglichen mit dem VdGG Konzert vom Vortag ein Kulturschock, was das Publikum angeht. Sigur Rós haben offensichtlich eine große Anhängerschar in der alternativen Szene, in Österreich würde man sagen, beim FM4-Mainstream-Publikum mit Franz-Ferdinand-Pulli und Oasis Haarschnitt. Entsprechend groß die Location, das Palladium in Köln fasst wohl so um die 5.000 Besucher und es sollte brechend voll werden an diesem Abend.
Als Vorgruppe stimmte die Damencombo Anima, die als Gastmusikerinnen auch beim Hauptact mitwirkten an Geigen, Xylophon, singender Säge, Wassergläsern und Samples auf Sigur Rós´ Ambient wie Noise Attacken ein.
Die Isländer verstehen es, sich eindrucksvoll zu inszenieren. Der Erste (wie später ach der letzte) Song wurde hinter einer vorgezogenen Leinwand zum Besten gegeben, einfache aber ums effektvollere Beleuchtung sorgte für interessante Schattenspiele, die das Markenzeichen der Isländer, den seine Gitarre mit einem Geigenbogen streichenden Sänger und Gitarristen Jón Thór Birgisson auf die ganze Höhe der Leinwand überhöhte.
Auf Konzertlänge aufgeblasen wurde jedoch schnell klar, dass das Konzept von Sigur Rós, der Sound, den sie prägten und der sie einzigartig macht, für zwei Stünden nur bedingt ausreicht. Zu selten kamen die Ausflüge ins krautrockige, wenngleich der Schlusspunkt des regulären Sets, Track 8 vom Album () mit seinem gelungenen Spannungsaufbau und wilden Ausbruch am Ende einen versöhnlichen Höhepunkt darstellte, der für einige Längen während des Konzertes entschädigte.
Als Vorgruppe stimmte die Damencombo Anima, die als Gastmusikerinnen auch beim Hauptact mitwirkten an Geigen, Xylophon, singender Säge, Wassergläsern und Samples auf Sigur Rós´ Ambient wie Noise Attacken ein.
Die Isländer verstehen es, sich eindrucksvoll zu inszenieren. Der Erste (wie später ach der letzte) Song wurde hinter einer vorgezogenen Leinwand zum Besten gegeben, einfache aber ums effektvollere Beleuchtung sorgte für interessante Schattenspiele, die das Markenzeichen der Isländer, den seine Gitarre mit einem Geigenbogen streichenden Sänger und Gitarristen Jón Thór Birgisson auf die ganze Höhe der Leinwand überhöhte.
Auf Konzertlänge aufgeblasen wurde jedoch schnell klar, dass das Konzept von Sigur Rós, der Sound, den sie prägten und der sie einzigartig macht, für zwei Stünden nur bedingt ausreicht. Zu selten kamen die Ausflüge ins krautrockige, wenngleich der Schlusspunkt des regulären Sets, Track 8 vom Album () mit seinem gelungenen Spannungsaufbau und wilden Ausbruch am Ende einen versöhnlichen Höhepunkt darstellte, der für einige Längen während des Konzertes entschädigte.
Labels:
Art-Rock,
Konzert-Review,
Sigur Ros
Mittwoch, 16. November 2005
Van Der Graaf Generator – 5.11.2005 – Forum, Leverkusen
Ende November 2004 verkündeten Van der Graaf Generator – Peter Hammill, Hugh Banton, David Jackson und Guy Evans ihre Reunion. Ziemlich genau 26 Jahre, nach ihrem letzten Live-Auftritt (der freilich in anderer Besetzung stattfand). Die Tickets für den zunächst einzigen angekündigten Gig am 6. Mai 2005 in der Royal Festival Hall zu London waren in kürzester Zeit vergeben, das Konzert ein internationaler Event, den Fans aus allen Teilen der Welt beiwohnten. Schließlich wurde aus der Reunion noch mehr als ein – hervorragendes – Doppel-Album (Present) und ein one-off Gig. Eine Tour startete. Insgesamt nur 19 Konzerte sollten es werden, eines davon am 5. November in Leverkusen im Rahmen der Jazztage. Da brauchte es nicht wirklich lange Überlegungen, um einen kleinen Urlaub in den dortigen Gefilden zu verbringen, zumal der Auftritt von Sigur Rós in Köln am darauf folgen Tag dies umso mehr nahe legte. Für 2 Gigs zahlt sich so ne Tour schon aus ;). Und Köln darüber hinaus eine tolle Stadt.
Nach überzeugenden Auftritten der Support-Künstler Paddy Millner und Dave Hole, der eine eine Londoner Jazz-Pianist, der andere Rock-Blueser, beide mit energetischen Auftritten bei perfektem Sound. Wie auch bei VdGG selbst war das WDR-Rockpalast-Team mit großem Aufwand dabei mitzuschneiden.
Dann endlich VdGG nehmen die Bühne. Doch sie legen nicht sofort los Der Fehlerteufel hat sich eingeschlichen, Probleme mit einem Sax von Jackson. Peter Hammill nimmts mit Humor: „Ihr habt 27 Jahre auf uns gewartet, da machen ein paar Augenblicke länger auch nichts aus.“ Recht hat er und endlich geht’s los mit The Undercover Man vom grandiosen Godbluff-Album, ihrem wohl besten Werk. Die Setlist bietet einen repräsentativen Querschnitt des Schaffes der Band auch die zwei besten neuen Nummern, Every Bloody Emperor und Nutter Alert fügen sich nahtlos ein. Ich hätte gerne auch noch In Babelsberg gehört, aber man kann nicht alles haben. Beeindruckend war vor allem Peter Hammills Gesang, einfach unglaublich, wie gut er stimmlich noch immer drauf ist, keine Schwächen zeigte bei seinen expressionistischen Vocals.
David Jackson wusste am Sax und an diversen Flöten selbstverständlich zu überzeugen und bot auch sein Markenzeichen auf, spielte zwei Saxophone gleichzeitig.
Hugh Banton hielt an den Keyboards alles zusammen und Guy Evans ließ an den Drums mitunter das Tier raus.
Ein fulminanter Abend, nostalgisch für die einen, ein faszinierender Gig einer Band wie es sie heutzutage in dieser künstlerischen Kompromisslosigkeit nicht mehr gibt – abgesehen vielleicht von Ihren Kollegen von King Crimson - für die anderen.
Setlist:
01. The Undercover Man
02. Scorched Earth
03. Every Bloody Emperor
04. Lemmings
05. Darkness
06. Childlike Faith
07. Sleep Walkers
08. Nutter Alert
09. Man Erg
10. Killer
11. Wondering
Nach überzeugenden Auftritten der Support-Künstler Paddy Millner und Dave Hole, der eine eine Londoner Jazz-Pianist, der andere Rock-Blueser, beide mit energetischen Auftritten bei perfektem Sound. Wie auch bei VdGG selbst war das WDR-Rockpalast-Team mit großem Aufwand dabei mitzuschneiden.
Dann endlich VdGG nehmen die Bühne. Doch sie legen nicht sofort los Der Fehlerteufel hat sich eingeschlichen, Probleme mit einem Sax von Jackson. Peter Hammill nimmts mit Humor: „Ihr habt 27 Jahre auf uns gewartet, da machen ein paar Augenblicke länger auch nichts aus.“ Recht hat er und endlich geht’s los mit The Undercover Man vom grandiosen Godbluff-Album, ihrem wohl besten Werk. Die Setlist bietet einen repräsentativen Querschnitt des Schaffes der Band auch die zwei besten neuen Nummern, Every Bloody Emperor und Nutter Alert fügen sich nahtlos ein. Ich hätte gerne auch noch In Babelsberg gehört, aber man kann nicht alles haben. Beeindruckend war vor allem Peter Hammills Gesang, einfach unglaublich, wie gut er stimmlich noch immer drauf ist, keine Schwächen zeigte bei seinen expressionistischen Vocals.
David Jackson wusste am Sax und an diversen Flöten selbstverständlich zu überzeugen und bot auch sein Markenzeichen auf, spielte zwei Saxophone gleichzeitig.
Hugh Banton hielt an den Keyboards alles zusammen und Guy Evans ließ an den Drums mitunter das Tier raus.
Ein fulminanter Abend, nostalgisch für die einen, ein faszinierender Gig einer Band wie es sie heutzutage in dieser künstlerischen Kompromisslosigkeit nicht mehr gibt – abgesehen vielleicht von Ihren Kollegen von King Crimson - für die anderen.
Setlist:
01. The Undercover Man
02. Scorched Earth
03. Every Bloody Emperor
04. Lemmings
05. Darkness
06. Childlike Faith
07. Sleep Walkers
08. Nutter Alert
09. Man Erg
10. Killer
11. Wondering
Labels:
Art-Rock,
Konzert-Review,
VdGG
Sonntag, 30. Oktober 2005
Oceansize - 25.10.2005 - New Backstage Club, München
Die Briten von Oceansize haben mit ihrem neuen Album Everyone Into Position ihre Führungsrolle im Noise/Wall-Of-Sound-New-Artrock eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ihr Auftritt im New Backstage Club in München war furios. Die fünf Jungs hatten zwar offensichtlich Mühe ihr Equipment auf der kleinen Bühne unterzubringen und waren während des Gigs in ihrer Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt, lieferten aber eine überzeugende Vorstellung ab, die von den Fans in der proppevollen Location gebührend gefeiert wurde. Im Mittelpunkt standen naturgemäß Songs vom aktuellen Album, und trotz einem nicht perfekt abgemischten Sound kamen durchaus auch die Feinarbeiten der drei Gittaristen zum Tragen. Wenn die drei in perfektem Zusammenspiel ein Soundnetz weben, dass immer feinmaschiger wird und darüber noch die Leads schweben lassen, in diesen Momenten fabrizieren Oceansize abheb-verdächtige Musik allererster Güte.
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